noise of many

### english version ###

“Noise of Many” shows the tension between individual influence and collective creation. It makes clear that even the smallest contributions are essential parts of a larger process - and that the rules of this process often only become understandable through participation. It is about order and chaos, transience and influence, visibility and superimposition - about the fragile interplay of many in a shared space. "Noise of Many" is a digital artistic work exploring collective processes, participation, and the paradox of individual agency within large democratic structures. The piece exists both as a web application and an AV installation. Many small, seemingly insignificant contributions merge into a constantly evolving overall structure, making the tension between individual influence and collective formation tangible.

Interaction
The participants interact with the artwork without knowing what effect their click will have at the beginning. Only through repeated actions does it become clear that each click leaves a trace - a pixel whose color is determined by the position of the click on the surface. Individual contributions remain subtle, but together they form the picture. Each click expands or changes it.

This process mirrors democratic structures: individual voices are often barely perceptible, but the big picture can only emerge through all the small “insignificant” voices. Participation can be experienced - not through control, but through involvement. At the same time, the image never remains final: after around 500,000 clicks, old pixels are overwritten, meaning that the work is constantly renewed. This mechanism emphasizes the transformation of collective memories - while current decisions are more present, earlier contributions are overlaid over time until they finally fade into the background.

Installation and sound
As an installation, the image is projected onto a large surface or displayed on a screen. The live composition of colors and shapes makes the dynamics of collective decisions tangible. The visual perception changes: new pixels appear larger and more dominant in the middle line before they are integrated into the finer structure of the overall image over time. This reinforces the feeling that current contributions are more visible than past ones.

This is complemented by sound: each click generates tones that translate the visual events auditorily. New actions produce clear, accentuated sounds, while older contributions gradually fade or blend into a harmonious but undefined soundscape over time. This soundscape reflects the tension between individual voices and collective noise - sometimes harmonious, sometimes chaotic.

### deutsche version ###

"Noise of Many" zeigt die Spannung zwischen individueller Einflussnahme und kollektiver Gestaltung. Es verdeutlicht, dass selbst kleinste Beiträge essenzielle Teile eines größeren Prozesses sind – und dass die Regeln dieses Prozesses oft erst durch Teilnahme verständlich werden. Es geht um Ordnung und Chaos, Vergänglichkeit und Einfluss, Sichtbarkeit und Überlagerung – um das fragile Zusammenspiel vieler in einem gemeinsamen Raum.

Diese Seite ist eine digitale künstlerische Arbeit über kollektive Prozesse, Partizipation und den Widerspruch individueller Wirksamkeit in großen demokratischen Strukturen. Das Werk existiert sowohl als Webanwendung als auch als AV-Installation. Viele kleine, scheinbar unbedeutende Beiträge verdichten sich zu einer sich ständig wandelnden Gesamtstruktur, die das Spannungsfeld zwischen individuellem Einfluss und kollektiver Gestaltung erfahrbar macht.

Interaktion
Die Teilnehmenden interagieren mit dem Kunstwerk, ohne zu Beginn genau zu wissen, welche Auswirkungen ihr Klick hat. Erst durch wiederholte Aktionen wird klar, dass jeder Klick eine Spur hinterlässt – ein Pixel, dessen Farbe durch die Position des Klicks auf der Fläche bestimmt wird. Einzelne Beiträge bleiben subtil, doch zusammen ergeben sie das Bild. Jeder Klick erweitert oder verändert es.

Dieser Prozess spiegelt demokratische Strukturen: Einzelne Stimmen sind oft kaum wahrnehmbar, doch das große Ganze kann nur durch all die kleinen "unbedeutenden" Stimmen entstehen. Partizipation wird erfahrbar – nicht durch Kontrolle, sondern durch Mitwirken. Gleichzeitig bleibt das Bild nie endgültig: Nach etwa 500.000 Klicks werden alte Pixel überschrieben, wodurch sich das Werk stetig erneuert. Dieser Mechanismus betont den Wandel kollektiver Erinnerungen – während aktuelle Entscheidungen präsenter sind, werden frühere Beiträge mit der Zeit überlagert, bis sie schließlich im Hintergrundrauschen aufgehen.

Installation und Klang
Als Installation wird das Bild großflächig projiziert oder auf einem Bildschirm dargestellt. Die live entstehende Komposition aus Farben und Formen macht die Dynamik kollektiver Entscheidungen greifbar. Dabei verändert sich die visuelle Wahrnehmung: Neue Pixel erscheinen in der mittleren Zeile größer und dominanter, bevor sie mit der Zeit in die feinere Struktur des Gesamtbilds integriert werden. Dies verstärkt das Gefühl, dass aktuelle Beiträge sichtbarer sind als vergangene.

Ergänzt wird dies durch Klang: Jeder Klick erzeugt Töne, die das visuelle Geschehen auditiv übersetzen. Neue Aktionen erzeugen klare, akzentuierte Klänge, während ältere Beiträge allmählich verblassen oder sich mit der Zeit zu einem harmonischen, aber undefinierten Klangteppich vermischen. Diese Klanglandschaft reflektiert das Spannungsfeld zwischen individuellen Stimmen und kollektivem Rauschen – mal harmonisch, mal chaotisch.

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